Reifenratgeber
Aug 9, 2022
Tags:tirestire guidemaintenancemotorcycle maintenanceReifenverschleiß und Reifenfehlfunktionen sind ein häufiger Faktor, wenn Motorradausflüge unterbrochen oder vorzeitig beendet werden.
Um Ihnen bei der Vorbereitung Ihres Fahrrads für Ihre nächste Tour oder Buchung zu helfen, haben wir die folgenden Reifentipps zusammengestellt:
● Wie lange hält ein Reifen?
Abhängig vom Reifentyp, der Art, wie das Fahrrad gefahren wurde und der Pflege eines korrekten Reifendrucks können Reifen alles von 3.000 bis 15.000 Meilen halten. Bei (Super-) Sportbikes und grobstolligen Reifen ist die Laufleistung wesentlich kürzer, während leichtere Touren- und Cruiser-Modelle länger halten.
● Wann gilt ein Reifen als abgenutzt?
Die Vorkehrungen von Bundesstaaten und der nationalen Gesetzgebung besagen, dass ein Reifen eine Profiltiefe von mindestens 1/32” bis 2/32” (0,8–1,6 mm) haben muss, um für die Straße zugelassen zu sein. Grundsätzlich sollte ein Fahrrad noch eine Profiltiefe von nicht weniger als 2 mm aufweisen. Manche Vorderräder zeigen ein unebenes/gewelltes Muster ("Cupping"), und Hinterräder beginnen mit einem deutlichen flachen Fleck. Achten Sie darauf als weiteres Anzeichen dafür, dass der Reifen gewechselt werden muss. Für mehrtägige Reisen empfiehlt es sich, zu ermitteln, welche Strecke der Fahrer voraussichtlich zurücklegen wird, und das Profil dementsprechend einzuschätzen, damit der Reifen nicht auf halber Strecke beeinträchtigt ist.
● Wie misst man die Profiltiefe?
Der einfachste Weg ist, ein Tiefenmessgerät zu verwenden, aber wenn Sie keines haben, liefert auch ein Penny eine gute Messung. Der Abstand zwischen den Haaren von Präsident Lincoln und der Kante des Pennys beträgt etwa 2 mm und zeigt an, dass der Reifen gewechselt werden muss. Weitere gute Indikatoren sind die Abnutzungsanzeiger (Wear Bars), die Sie im Profil finden können. Dies sind kleine Erhebungen am Boden des Profils, und wenn sie mit der Außenkante des Reifens bündig sind, ist ein Wechsel fällig.
● Wann ist ein Reifen zu alt?
Hersteller geben einem Reifen typischerweise eine Lebensdauer von maximal 6 Jahren; in der Praxis sollten Sie Vorsicht bei Reifen über 5 Jahre achten. Jeder Reifen trägt das Herstellungsdatum an der Seite. Dabei handelt es sich um einen vierstelligen Code, wobei die ersten beiden Ziffern die Produktionswoche und die letzten beiden das Jahr angeben. Vergessen Sie nicht, auch nach Trockenfäule sowie anderen Arten von Austrocknung oder Verhärtung des Reifens zu prüfen.
Schließlich ein besonderer Hinweis zum Reifenverschleiß und zur Reifengeometrie. Reifen bestehen aus Gummimischungen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Wenn Sie den Reifenprofil bis zum Profilboden abnutzen, erreichen Sie eine weniger verschleißfeste Schicht, die buchstäblich über Meilen an Länge verlieren kann. Der Reifen besitzt bei nassen Bedingungen praktisch keinen Grip und ist extrem anfällig für Durchdringungen. Dies könnte dazu führen, dass Sie die verbleibende Streckenleistung eines Reifens falsch einschätzen, sobald Sie in die letzten paar Millimeter vordringen. Man kann die Strecke vom Übergang von 4 mm auf 2 mm nicht mit der Strecke vergleichen, die bis zum drohenden Versagen bleibt!

Bestimmte Reifentipps, die besonders beim Mieten Ihres Fahrrads wichtig sind:
● Neue Reifen
Neue Reifen sind extrem rutschig und müssen nach der Installation über etwa 100 Meilen eingefahren werden. Es ist ratsam, diese Einfahrprobe durchzuführen, bevor das Fahrrad an einen Verleiher übergeben wird, um jegliche Komplikationen im Mieterlebnis zu vermeiden. Sollten Sie die Reifen nicht vor Beginn der Miete einfahren können, ist es zwingend erforderlich, den Mieter über den Zustand der Reifen und die Vorsichtsmaßnahmen aufzuklären, die er beim Einfahren treffen muss!
● Plattiertes (Durchstochenes) Reifen: Gelegentlich kann ein Mieter versehentlich etwas überfahren, was den Reifen durchstochen hat. Bei Reifenstichen sind die Eigentümer immer abgedeckt. Entweder ist der Mieter für die Kosten verantwortlich, oder wenn er unser Roadside Assistance Paket gekauft hat, übernehmen wir die Ersatzkosten.
● Abgenutzte Reifen: Reifen oder solche mit sichtbaren Kordeln, Stahl- oder Verschleißschutzstangen sind ein Defekt, der in die Verantwortung des Eigentümers fällt. Gemäß ihrer Vereinbarung zur ordnungsgemäßen Wartung des Fahrrads für die Mietnutzung haften Mieter nicht für Schäden an den Reifen oder Schäden, die durch einen Reifendefekt in diesen Fällen entstehen.